MEDIZINISCHE HOCHSCHULE HANNOVER

Zentrum Psychologische Medizin

Abteilung Klinische Psychiatrie und Psychotherapie
Ltg.: Prof. Dr. med. Dr. phil. H.M. Emrich

Arbeitsgruppe Dissoziative Störungen


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Wir über uns

Wir sind eine Arbeitsgruppe aus Fachärztinnen und Diplom-Psychologinnen an der Abteilung Klinische Psychiatrie und Psychotherapie der Medizinischen Hochschule Hannover, die sich in der klinischen und wissenschaftlichen Arbeit schwerpunktmäßig mit der Diagnostik und Behandlung komplexer posttraumatischer und speziell dissoziativer Störungen beschäftigt. Unterstützt werden wir in unserer Arbeit von mehreren DoktorandInnen.

Das Projekt wurde 1995 an der Abteilung aufgebaut. Es bestehen enge Kooperationen mit psychiatrischen und psychotherapeutischen Kliniken, insbesondere der Klinik für psychotherapeutische und psychosomatische Medizin in Bielefeld sowie mit verschiedenen Fachgesellschaften.


Aktuelle Informationen bzw. Angebote der Arbeitsgruppe finden Sie hier.

Was wir anbieten: PatientInnenversorgung

Ein Schwerpunkt unserer klinischen Tätigkeit liegt im Bereich Diagnostik. Hierzu bieten wir differentialdiagnostische Untersuchungen für PatientInnen an, bei denen der Verdacht auf eine komplexe posttraumatische und/oder dissoziative Störung besteht. Neben dem klinisch-diagnostischen Gespräch kommen hierbei in den meisten Fällen auch standardisierte Messinstrumente (Fragebögen bzw. diagnostische Interviews) zum Einsatz. Beim Vorliegen eines entsprechenden Auftrags sind auch Begutachtungen möglich. Die Untersuchung wird in den meisten Fällen ambulant durchgeführt. In Ausnahmefällen sind auch stationäre diagnostische Untersuchungen möglich.

Nach dem Abschluss einer diagnostischen Untersuchung erfolgt eine Nachbesprechung der Ergebnisse sowie (bei Bedarf) eine ausführliche Beratung zu weiterführenden ambulanten und stationären Behandlungsmöglichkeiten. Soweit dies möglich ist, unterstützen wir die PatientInnen auch in der Folgezeit bei der Suche nach einem geeigneten ambulanten Therapieplatz bzw. nach einer geeigneten Klinik etc.

Langfristige ambulante psychotherapeutische Behandlungen können wir PatientInnen mit schweren dissoziativen Störungen an unserer Abteilung zur Zeit aus Kapazitätsgründen leider nur in Einzelfällen anbieten. Wir hoffen jedoch, unser Psychotherapie-Angebot in Zukunft ausbauen zu können.

Wenn nötig können PatientInnen mit komplexen posttraumatischen bzw. dissoziativen Störungen für stationäre Kriseninterventionen oder bei anderen Indikationen (z.B. Medikamentenein- oder Umstellung) auf einer der Akut-Stationen der Abteilung aufgenommen werden.

Auf den akut-psychiatrischen Stationen bieten wir seit Ende 2005 ein spezifisches Kriseninterventionsprogramm für komplex-traumatisierte PatientInnen an. Zur Zeit findet etwa alle zwei Monate ein neuer vier-wöchiger Behandlungszyklus statt. Für nähere Informationen zu dem Programm und/oder zu Startterminen für die nächsten Gruppen wenden Sie sich bitte an die AG Komplexe posttraumatische und dissoziative Störungen.

Je nach Einzelfall sind auch Wiederaufnahmen bzw. Intervallbehandlungen im Rahmen eines individuellen Behandlungsplanes möglich. Bei der Aufnahme haben PatientInnen, die im direkten Einzugsbereich der Klinik (der sogenannte "Sektor") leben, Vorrang.


Forschungsprojekte

Neben der klinischen Arbeit sind wir auch im Bereich der wissenschaftlichen Forschung aktiv. Unser Ziel ist es dabei, durch anwendungsbezogene psychiatrisch-psychotherapeutische Forschung einen Beitrag zur Verbesserung und Erleichterung der Diagnostik und Behandlung schwerer posttraumatischer und dissoziativer Störungen zu leisten.

Zu folgenden Themen bzw. Fragestellungen wurden oder werden derzeit von uns Untersuchungen durchgeführt bzw. sind konkret in Planung:

  • Pilotstudie zur Validierung des Multidimensionalen Inventars dissoziativer Symptome (MID)
  • Pilotstudie zur Validierung des Childhood Trauma Interviews (CTI)
  • Validierungsstudie zur deutschen Übersetzung des Strukturierten Klinischen Interviews für DSM-IV Dissoziative Störungen (SKID-D) und des Multidimensionalen Inventars dissoziativer Symptome (MID)(DFG-geförderte Kooperationsstudie der Medizinischen Hochschule Hannover und der Klinik für Psychotherapeutische und Psychosomatische Medizin Bielefeld)
  • Qualitative Studie zum Antwortverhalten hoch-dissoziativer vs. nicht-dissoziativer PatientInnen im SKID-D
  • Klinisches Erscheinungsbild und Differentialdiagnostik komplexer dissoziativer Störungen
  • Komorbide Symptome und Störungen bei PatientInnen mit komplexen dissoziativen Störungen
  • Traumatische Erfahrungen (sexuelle, körperliche und/oder emotionale Gewalt und Vernachlässigung) bei PatientInnen mit schweren dissoziativen Störungen
  • Zusammenhang zwischen Kindheitstraumatisierungen und dissoziativen Symptomen im Erwachsenenalter
  • Prävalenz dissoziativer Störungen in klinischen Populationen
  • Behandlungsverlauf bei PatientInnen mit komplexen dissoziativen Störungen vor und nach der Diagnosestellung
  • Klinische und persönliche Vorgeschichte und Behandlungskosten bei PatientInnen mit komplexen dissoziativen Störungen
  • Pilotstudie zur Evaluation eines stationären Kriseninterventionsprogramms für PatientInnen mit komplexen posttraumatischen Störungen in akut-psychiatrischer Behandlung

In Planung:

  • Therapie-Effektivitätsstudie zur ambulanten Psychotherapie bei PatientInnen mit komplexen posttraumatischen bzw. dissoziativen Störungen
  • Neurophysiologische Korrelate schwerer dissoziativer Störungen

   
 
 
 
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