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home Nicht Näher Bezeichnete Dissoziative Störung (engl: dissociative disorder not otherwise specified, DDNOS)Bei der DDNOS ist das vorherrschende Merkmal ein dissoziatives Symptom, also eine Störung der normalerweise integrativen Funktionen des Bewusstseins, des Gedächtnisses, der Identität oder der Wahrnehmung der Umgebung, welches jedoch die Diagnosekriterien für eine spezifische Dissoziative Störung nicht oder nicht vollständig erfüllt. Typische Beispiele für DDNOS sind nach dem DSM-IV
Die DDNOS gilt als die am häufigsten diagnostizierte Art der dissoziativen Störung. Besonders hervorzuheben sind die als DDNOS klassifizierten Störungsbilder vom Typ I. Hierbei handelt es sich um Störungsbilder, die der Dissoziativen Identitätsstörung (DIS) ähneln, bei denen die alternativen Persönlichkeitsanteile jedoch nur teilweise dissoziiert sind. DIS und DDNOS Typ I werden daher teilweise unter der Bezeichnung "komplexe Dissoziative Störungen" zusammengefasst (vgl. auch Klassifikationssystem nach Dell). Typische Ausdrucksweisen teilabgespaltener Persönlichkeitsanteile sind z.B. die häufig beschriebenen Pseudo-Halluzinationen bei hoch-dissoziativen KlientInnen (z.B. das Hören innerer Stimmen) oder als ich-fremd erlebte Gefühle, Emotionen oder Gedanken. KlientInnen mit einer DDNOS vom Typ I berichten darüber hinaus häufig, dass die verschiedenen Persönlichkeitsanteile cobewusst seien, dass sie also jeweils verfolgen könnten, was gerade geschehe, wenn ein anderer Anteil die Kontrolle innehabe, dass sie jedoch das Geschehen nicht ohne weiteres beeinflussen könnten. Amnesien treten dementsprechend bei KlientInnen mit DDNOS Typ I erheblich weniger auf als bei KlientInnen mit DIS. Häufig werden alternative Persönlichkeitsanteile von DDNOS-KlientInnen auch (anders als bei der DIS) zwar als "fremd" und "anders" erlebt, viele Betroffene nehmen sie jedoch trotzdem grundsätzlich als Teil ihrer eigenen Gesamtpersönlichkeit wahr. |
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