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Dissoziative Depersonalisationsstörung

Die Dissoziative Depersonalisationsstörung ist durch andauernde bzw. wiederkehrende Episoden von Depersonalisation (Gefühl des Losgelöstseins oder der Entfremdung vom eigenen Selbst)gekennzeichnet. Typische Merkmale sind außerdem eine sensorische Unempfindlichkeit, ein Mangel an emotionalen Reaktionen und das Gefühl, die eigenen Handlungen bzw. die eigene Sprache nicht vollständig kontrollieren zu können. Gleichzeitig bleibt die Realitätskontrolle intakt.

Depersonalisationssymptome treten häufig auch in der Normalbevölkerung bzw. als Begleitsymptome anderer psychischer Störungen auf. Die Diagnose einer Dissoziativen Depersonalisationsstörung sollte daher nur dann gestellt werden, wenn die Symptomatik so stark ausgeprägt ist, dass sie klinisch relevantes Leid und/oder Beeinträchtigungen in zentralen Lebensbereichen verursacht und wenn differential-diagnostisch abgeklärt ist, dass die Symptome nicht allein auf eine andere dissoziative oder nicht-dissoziative psychische Störung, eine somatische Erkrankung oder auf die direkte Wirkung einer Substanz zurückzuführen ist.



DSM-IV-Diagnosekriterien Dissoziative Depersonalisationsstörung (300.6/F 48.1)

  1. Andauernde oder wiederholte Erfahrungen, sich von den eigenen geistigen Prozessen oder vom eigenen Körper losgelöst oder sich wie ein außen stehender Beobachter der eigenen geistigen Prozesse oder des eigenen Körpers zu fühlen (z.B. sich fühlen, als sei man in einem Traum).

  2. Während der Depersonalisationserfahrung bleibt die Realitätsprüfung intakt.

  3. Die Depersonalisation verursacht in klinisch bedeutsamer Weise Leiden oder Beeinträchtigungen in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen.

  4. Das Depersonalisationserleben tritt nicht ausschließlich im Verlauf einer anderen psychischen Störung auf wie Schizophrenie, Panikstörung, Akute Belastungsstörung oder eine andere Dissoziative Störung, und geht nicht auf die direkte körperliche Wirkung einer Substanz (z.B. Droge, Medikament) oder eines medizinischen Krankheitsfaktors zurück (z.B. Temporallappen-Epilepsie).

   
 
 
 
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